Die Vegetarier-Rechnung:

Warum Veganer aus Sicht der ökologischen Tierhaltung "nur" selber Schuld, Vegetarier aber unökologisch sind.

Vorweg: nichts gegen Veganer. Wer kein Leder benutzt, keine Gummibärchen ißt, kein Fleisch, wer NUR von Pflanzen lebt, gerne. (lt. Medizinern sterben die von selber aus, weil sie Kinder mit zu wenig Synapsen bekommen vom B12.Mangel. Kann ich ganz gelassen abwarten.) Aber:

[b]Vegetarier sind Leute, die überschüssige Fleischberge produzieren, weil sie nicht weiter gucken als bis zu ihrem eigenen Tellerrand![/b]

Wer Milch trinkt, muß auch Rindfleisch essen, sonst klappt's nicht mit dem schönen "Kreislauf der Natur".  Man kann das überschlagshalber rechnen, nimmt man mal - weil es ja geschützte, tiergeliebte Kühe sein sollen, eine mittlere Leistung von 7000l, und eine Nutzungsdauer oberhalb der HF, sagen wir, 7 Jahre? Macht 49.000l Milch und 7 Kälber, eins behalten wir um die Kuh zu ersetzen, dafür ist die Kuh nachher über, also 7x600kg? Fleisch (denn kleine süße Kälbchen wollen wir ja auch nicht schlachten, die sollen alle ein schönes Leben haben!). Sind grob überschlagen ~80g Fleisch und Tierprodukte je l Milch. Natürlich entsprechend weniger, wenn man Hochleistungskühe nimmt und nur Kalbfleisch ißt.

Eier das selbe. Meinetwegen schaffen wir alle Masthähnchen ab, wir wollen ja kein Fleisch nur um seinetwillen produzieren. Bleiben 40.000.000 Legehennen zur Zeit, bei einer Spitzenleistung von 330 Eiern je Jahr in Käfighaltung, also etwa eine Henne für 2 Einwohner. Das will keiner, ist Tierquälerei. Nehmen wir also Freilandhühner (Leistung -20% = 20% mehr Hennen = 48.000.000), und dann nehmen wir natürlich auch keine fiesen Legemaschinen, sondern schicke Rassehühner (220 Eier statt 330, macht noch mal 30% mehr Hühner, die es zu halten gibt, also insgesamt 64.000.000 Legehennen für unsere vegetarischen Eier. Nutzungsdauer 1 Jahr - wer langlebige Hühner will, muß mit der Leistung noch mal runter gehen und mehr davon halten, das nimmt sich nix. Wer 64.000.000 Legehennen ausbrüten will, bekommt dazu naturgemäß 64.000.000 Hähnchen. Die werden im Moment gleich nach dem Schlupf geschreddert und ins Hundefutter getan, aber DAS ist ja Tierquälerei, das will man nicht. Wir haben ja auch Zweinutzungsrassen. Macht - bei tiergerechter Hühnerhaltung ein Hahn auf 15 Hennen -15% immer noch 54.400.000 Hähnchen, die irgendjemand ESSEN muß, und dazu noch jedes Jahr unsere 64.000.000 abgelegten Hennen in die Suppe, und die 15% Hähnchen, hätte ich beinahe vergessen, müssen auch irgendwo bleiben.

So geht das, ganz ohne Getreide, Transporte, Sojadiskussion - einfach weil ein Vegetarier ein Vegetarier sein will. Man muß natürlich zugeben, daß es schon möglich wäre, wesentlich WENIGER Fleisch zu essen, und Schweine, ganz wie in der Bibel, kommen auch nicht vor in der Rechnung. Aber vom Prinzip her, und wenn man sich der Natur anpassen möchte, bleibt ein Vegetarier widernatürlich.

Brigitta Blume